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Ungleiche Geschwister. Das Twinning-Programm der EU: Vom Lehrmeister zum Partner?

Andrea Joras, Twinning-Büro Berlin (GTZ/BMFi), Büroleiterin
Ungleiche Geschwister. Das Twinning-Programm der EU: Vom Lehrmeister zum Partner? / Andrea Joras, Twinning-Büro Berlin (GTZ/BMFi), Büroleiterin | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


13.07.2004, 18:00 Uhr
GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


Abbildung: Faire Partnerschaft? (Sozialistisches Fassadengemälde am Bundesministerium der Finanzen)

Faire Partnerschaft? (Sozialistisches Fassadengemälde am Bundesministerium der Finanzen)

Wann wird Demokratie zur Despotie und Markt zu Wildwest-Kapitalismus? Wenn der Rechtsstaat fehlt. Die jüngsten Veränderungen in den Gesellschaften Mittel- und Osteuropas wurden bisher vor allem unter den Stichwörtern »Demokratisierung« und »Marktwirtschaft« debattiert. Aber wie wurde der Umbruch tatsächlich im Recht und in den Verwaltungen verwirklicht? Solange die Verwaltung, die direkt in das tägliche Leben des Bürgers eingreift, sich nicht ändert, bestehen hehre Verfassungsversprechungen nur auf dem Papier. Verwaltungsreformen sind zentrale Bestandteile nachhaltiger Entwicklungsprozesse und keine nachgeordneten, »langweiligen« Themen.

In der f.ize-Veranstaltung »Ungleiche Geschwister. Das Twinning-Programm der EU: Vom Lehrmeister zum Partner?« geht es um einen besonders radikalen Fall der Verwaltungsreform: die Übernahme des acquis communautaire der EU im Zuge der Osterweiterung der Europäischen Union. Aus Sicht von f.ize ist dabei besonders die Frage interessant, auf welche Weise die EU den Verwaltungen in den Beitrittsstaaten bei der Übernahme des acquis half, auf welche Schwierigkeiten dieses Projekt stieß und wie erfolgreich es ist.

Abbildung: Netzwerk Twinning

Im Blickpunkt der Veranstaltung steht das im Jahre 1998 gegründete EU PHARE/Twinning Programm. Kritiker hatten dem PHARE Programm vorgeworfen, die EU hätte es an Hilfestellung bei der Durchführung von Verwaltungsreformen fehlen lassen. Statt dessen wurden Beratungsunternehmen engagiert, deren Programme aber als einseitig und ungenügend kritisiert wurden. Das Twinning-Programm soll das Konzept der Partnerschaft in der Zusammenarbeit zwischen der EU und den Kandidatenstaaten verwirklichen. Experten aus Ministerien und Organisationen der alten EU-Mitgliedstaaten beraten dabei in den jeweiligen Ministerien/Organisationen der Partner- bzw. neuen Mitgliedstaaten vor Ort. Um diese Aktivitäten und Projekte aufeinander abzustimmen wurden Koordinierungsbüros in allen EU-Mitgliedstaaten eröffnet .

Abbildung: Andrea Joras

Andrea Joras

Mit Interner Link zu: Frau JorasFrau Joras, (z.Z. Büroleiterin) werden wir folgende Fragen diskutieren:

  • Welche Rolle spielt der deutsche National Contact Point (und das von ihm für die Umsetzung der Projekte beauftragte GTZ Twinning-Büro)?

  • Welche Kontakte gibt es zu anderen Durchführungsorganisationen und Akteuren?

  • Wie hat sich das von der EU proklamierte Paradigma der Partnerschaft im Twinning Programm konkretisiert?

  • Auf welche Schwierigkeiten stoßen deutsche Organisationen im Rahmen dieses EU-Programmes?

  • Wie reagieren osteuropäische Partner?


Letztlich soll debattiert werden, ob von einer wirklichen Partnerschaft die Rede sein kann.


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Christian Boulanger, Andrej Nötzel, Elsa Tulmets und Kathleen Kelch


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