Studienstiftung des deutschen Volkes Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
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„…und danach mussten wir wieder von vorn anfangen!“ – Machen Naturkatastrophen nachhaltige Entwicklung unmöglich?

Dr. Michael Siebert, GTZ, Leiter des Sektorvorhabens Katastrophenmanagement
„…und danach mussten wir wieder von vorn anfangen!“ – Machen Naturkatastrophen nachhaltige Entwicklung unmöglich? / Michael Siebert, GTZ, Leiter des Sektorvorhabens Katastrophenmanagement | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


09.09.2009, 19:00 Uhr
GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


Abbildung:

In den vergangenen Dekaden ist die Zahl der Naturkatastrophen immer weiter angestiegen. Scheinbar ohne Vorwarnung treten Hurrikane, Erdbeben oder Flutkatastrophen in verschiedenen Regionen der Welt auf und machen jahrelange harte Arbeit der Menschen vor Ort zunichte. Die ärmeren Länder sind dabei besonders stark von den Folgen von Naturkatastrophen betroffen. Zwar sind die wirtschaftlichen Schäden in absoluten Zahlen ausgedrückt in Industrieländern deutlich höher, dennoch liegen sie gemessen am Bruttosozialprodukt im niedrigen einstelligen Bereich. Demgegenüber müssen Entwicklungsländer nach Naturkatastrophen regelmäßig wirtschaftliche Verluste über 10% des eigenen BSP hinnehmen.

In einer bitteren Ironie des Schicksals scheinen Entwicklungsländer darüber hinaus wesentlich häufiger Opfer von Naturkatastrophen zu werden. Ob Fluten in Mosambik, Erdbeben auf den Philippinen oder Hurrikans in der Karibik nur selten sind es die Industrieländer, die von Naturkatastrophen besonders hart getroffen werden. Gerade die Menschen, die ohnehin kaum etwas besitzen, verlieren regelmäßig alles. Auch die positiven Effekte von Projekten der Internationalen Zusammenarbeit werden immer wieder von Naturkatastrophen zunichte gemacht.

Dennoch sind das häufige Auftreten und die hohen Schäden von Katastrophen in Entwicklungsländern ebenso wie die mangelnde Vorwarnung nicht schicksalsbedingt. Obwohl eine unruhige geografische Lage vieler Entwicklungsländer unbestritten ist, so ist doch ein wesentlicher Grund für das häufige Auftreten von Naturkatastrophen in diesen Ländern beim Menschen selber zu finden. Riskante Siedlungen in der Nähe des Flussbetts; instabile Leichtbauweise von Wohnhäusern und anderen Gebäuden; mangelhafte Warnmechanismen insbesondere gegenüber der breiten Bevölkerung etc.; all dies sind Gründe für die Anfälligkeit von Entwicklungsländern gegenüber Naturkatastrophen.

Doch was kann konkret getan werden um eine nachhaltige Entwicklung trotz, bzw. mit Naturkatastrophen zu ermöglichen? Wie kann die Bevölkerung in gefährdeten Gebieten in Zukunft besser geschützt werden? Wie setzen sich Organe der Entwicklungszusammenarbeit und der Internationalen Zusammenarbeit bereits mit dem Schutz vor Naturkatastrophen auseinander?

Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit Interner Link zu: Dr. Michael SiebertDr. Michael Siebert, Leiter des Sektorvorhabens Katastrophenmanagement der GTZ, diskutieren. Ziel des Sektorvorhabens ist es zum Einen, Instrumente der Katastrophenvorsorge als Querschnittsaufgabe in den Maßnahmen der GTZ zu verankern, sowie im Katastrophenfall unterstützend tätig zu sein.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 9. September 2009 um 19:00 Uhr im GTZ Haus Berlin, Reichspietschufer 20 (Nähe Potsdamer Platz) statt. Die Anzahl der Teilnehmenden ist wie üblich auf 12 Personen beschränkt. Bei Interesse an der Veranstaltung, meldet Euch bitte Interner Link zu: hierhier mit Euren Fragen zum Thema bis zum 30. August an.



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