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Corporate Social Responsibility (CSR) – Retten in Zukunft Unternehmen die Welt?

Prof. Dr. Joachim Schwalbach, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Management
Corporate Social Responsibility (CSR) – Retten in Zukunft Unternehmen die Welt? / Joachim Schwalbach, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Management | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


27.11.2008, 19:00 Uhr
Jägerstr. 22/23 (Nähe Gendarmenmarkt)


Abbildung:

Früher war die Aufteilung der Rollen klar! Unternehmen erwirtschaften ohne Rücksicht auf andere Faktoren Gewinne. Und obgleich die Unternehmen mit der Erwirtschaftung von Gewinn durchaus Probleme verursachen (z.B. Umweltverschmutzung, Verkauf gesundheitsschädlicher Produkte (z.B. Zigaretten), Ausbeutung der Angestellten, etc.), tragen sie dennoch zur Steigerung des Wohlstandes der Gesellschaft bei. Gleichzeitig ist der Staat bestrebt die Aktivitäten der Wirtschaftsunternehmen in einem Rahmen zu halten, der die potentiellen schädlichen Folgen möglichst reduziert (z.B. Arbeitnehmergesetzgebung, Umweltschutzgesetze, Verbraucherschutz etc.).

Mit dem Aufkommen der Idee der derzeit populären Corporate Social Responsibility (CSR) wurde jedoch deutlich, dass das Unternehmen nicht nur seinen „shareholdern“ verpflichtet ist; also den Eigentümern nicht nur Gewinne erwirtschaften muss. Stattdessen haben Unternehmen auch Verantwortung gegenüber den „stakeholdern“, also jenen Personen, die von den Aktivitäten des Unternehmens beeinflusst werden.

Als Reaktion auf den aktuellen Boom des Themas CSR haben viele große und kleine Unternehmen ihre Aktivitäten in diesem Bereich ausgeweitet, und greifen die unterschiedlichsten Dimensionen dieser „Sozialen Verantwortung von Unternehmen“ auf. Während sich einige Unternehmen auf Bildungsprojekte konzentrieren, arbeiten andere stärker im Umweltbereich und wieder andere konzentrieren sich auf Projekte im Gesundheitsbereich. Während sich einige Unternehmen bei CSR-Projekten direkt auf ihre Mitarbeiter beziehen, schließen andere ihre Kunden mit ein. Wieder andere werden ihrer „Sozialen Verantwortung“ dadurch gerecht, dass sie Projekte durchführen, die eher an die klassische Entwicklungszusammenarbeit erinnern.

Angesichts dieser Vielfalt von Aktivitäten stellt sichdie Frage danach, was CSR überhaupt bedeutet.

• Bis zu welchen Personen wird die Kausalkette der stakeholder verlängert, die „von den Aktivitäten eines Unternehmens beeinflusst werden“?

• Was genau umfasst dann eigentlich die Verantwortung, die ein Unternehmen gegenüber diesen Stakeholdern inne hat? (Manche CSR-Kritiker postulieren, dass der CSR-Trend Unternehmen von ihrer eigentlichen Verantwortung, nämlich der Gewinnerwirtschaftung, ablenkt und damit schädlich für das volkswirtschaftliche Gesamtwohl ist.)

• Warum nehmen Unternehmen diese Verantwortung, die sie an sich schon immer hatten, erst jetzt wahr? Oder haben schon früher Unternehmen CSR-Projekte durchgeführt, aber nicht so genannt? (Schon Jakob Fugger baute im Mittelalter Wohnungen und Schulen für Arme.) Wie viele Unternehmen nutzen CSR Projekte dann als reine Marketinginstrumte?

• Und schließlich: Was für eine Rolle bleibt dem Staat, in einer Welt in der Unternehmen sich aus Eigeninteresse selbst regulieren, und sich die Notwendigkeit staatlicher Regulation erübrigt?

Diese und weiter Fragen wollen wir mit euch im Rahmen unserer CSR Reihe diskutieren. Als Gast haben wir Interner Link zu: Prof. Dr. Joachim SchwalbachProf. Dr. Joachim Schwalbach, Institut für Management der Humboldt-Universität zu Berlin, eingeladen. Er beschäftigt sich seit langer Zeit mit Fragen zu CSR und hat in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge die externer Link zu: International Conference on Corporate Social ResponsibilityInternational Conference on Corporate Social Responsibility organisiert (Gäste u.a. Prof. Michael Spence, Prof. Jagdish Bhagwati, Prof. Dr. Peter Eigen).

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen beschränkt. Bei Interesse an der Veranstaltung, meldet Euch Interner Link zu: hierhier mit Euren Fragen zum Thema bis zum 21. November 2008 hier an.


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Joanna Münker und Sebastian John


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