Studienstiftung des deutschen Volkes Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
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Governance in der Internationalen Zusammenarbeit (IZ) – Viele Akteure und ein Ziel?

Prof. Dr. Thomas Risse, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin, Professor für internationale Politik und Direktor der Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik
Governance in der Internationalen Zusammenarbeit (IZ) – Viele Akteure und ein Ziel? / Thomas Risse, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin, Professor für internationale Politik und Direktor der Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


18.06.2009, 19:00 Uhr
Studienstiftung des deutschen Volkes, Jägerstr. 22/23 (Nähe Gendarmenmarkt)


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Entwicklungszusammenarbeit findet zunehmend auf der Ebene Internationaler Zusammenarbeit statt. Eine Vielzahl von Akteuren aus immer mehr Staaten beansprucht darin eine stärkere Rolle: Regierungen und internationale Organisationen, staatliche Durchführungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen und private Stiftungen aus den unterschiedlichsten Ländern sind in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv. Erfahrungshorizont, Kapazitäten für die Durchführung von IZ und kulturelle Hintergründe dieser Akteure unterscheiden sich stark. Auch ihre Herangehensweisen und was noch viel wesentlicher ist, ihre Ziele und Motivationen sind mitunter unvereinbar. Unterschiedliche Regierungsstellen verfolgen entsprechend ihres Zuständigkeitsbereichs zum Teil gegenläufige Ziele. Die Motive nichtstaatlicher Akteure und so genannter „neue Geber“ können noch weiter vom Ideal einer kohärenten Entwicklungspolitik abweichen.

Vor diesem Hintergrund steigender Komplexität in der Internationalen Zusammenarbeit gewinnt Kohärenz eine immer größere Bedeutung. In der externer Link zu: Paris DeklarationParis Deklaration der OECD im Jahr 2005 wurde das Ziel der stärkeren Kohärenz in der Internationalen Zusammenarbeit von einer Vielzahl an Geber- und Empfängerländern, sowie Organisationen der IZ bekräftigt. Obgleich also die Notwendigkeit einer stärkeren Kohärenz allgemein anerkannt wurde, scheitern bisher Versuche die gemeinsamen Anstrengungen in der IZ besser zu koordinieren. Insbesondere die Einbindung nichtstaatlicher Akteure und von Unternehmen stellt auf dieser Ebene eine besondere Herausforderung dar.

Mit Blick auf die Akteursvielfalt der Internationalen Zusammenarbeit stellen sich somit folgende Fragen: Wie wirkt sich das Zusammenspiel der unterschiedlichen für die IZ/EZ relevanten Akteure auf die Regierungsfähigkeit der Empfängerstaaten aus? (Bekanntes Beispiel ist die Entscheidung der ghanaischen Regierung seit 2006, zwischen Mitte September und Mitte März jeden Jahres weiter Projektanträge zurückzustellen um die Erstellung eines Haushalts durch die eigenen Verwaltung sicherstellen zu können.) Wie können die beteiligten Akteure eine effektive Governance in der IZ befördern? Welche Rolle können oder müssen hier internationale Regelungen spielen? Wie können z.B. die Aktivitäten transnationaler Unternehmen in die Ziele der Internationalen Zusammenarbeit integriert werden?

Gemeinsam mit Interner Link zu: Prof. Dr. Thomas RisseProf. Dr. Thomas Risse, Professor für Theorie und Empirie der internationalen Politik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und Sprecher des externer Link zu: Sonderforschungsbereich (SFB) 700 „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“Sonderforschungsbereich (SFB) 700 „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“, wollen wir diese und weitere Fragen diskutieren. Der SFB ist an der Freien Universität Berlin eingerichtet worden und beschäftigt sich unter Beteiligung der Universität Potsdam, des Wissenschaftszentrums Berlin, der Hertie School of Governance, der Stiftung Wissenschaft und Politik und des European University Institute mit der Frage: Wie und unter welchen Bedingungen Governance-Leistungen in den Bereichen Herrschaft, Sicherheit und Wohlfahrt in Räumen begrenzter Staatlichkeit erbracht werden, und welche Probleme dabei entstehen. Nach Auffassung des SFB können alle Entwicklungs- und Schwellenländer als Räume begrenzter Staatlichkeit bezeichnet werden, sofern sie Governance-Leistungen unvollkommen erbringen..

Die Veranstaltung findet am 18. Juni 2009 um 19:00 Uhr im "Taubenschlag" der Studienstiftung, Jägerstr. 22/23 (Nähe Gendarmenmarkt) statt. Die Anzahl der Teilnehmenden ist wie üblich auf 12 Personen beschränkt. Bei Interesse an der Veranstaltung, meldet Euch bitte mit Euren Fragen zum Thema bis zum 11. Juni 2009 Interner Link zu: hierhier an.



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