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Made in Europe? Zugehörigkeiten und Staatsbürgerschaften im Europa der Krise

Alexander Knoth, MA, Universität Potsdam, Lehrstuhl für Geschlechterverhältnisse
Made in Europe? Zugehörigkeiten und Staatsbürgerschaften im Europa der Krise / Alexander Knoth, Universität Potsdam, Lehrstuhl für Geschlechterverhältnisse | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


09.11.2011, 17:00 Uhr
GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


"Europa befindet sich in der schwersten Stunde seit dem Zweiten Weltkrieg", so Angela Merkel am Tag vor dem EU-Gipfel im Deutschen Bundestag. Dramatisch sei die Krise Europas und zuallererst natürlich eine Krise des Euro. Zeigt sie uns doch, wie schnell die Nationalstaaten das ,Projekt Europa' in den Schuldensog ziehen und damit Verteilungskonflikte von bisher ungeahnten Dimensionen entfachen. Der lieb gewonnene Euro und nicht zuletzt Europa müssen verteidigt werden. Jedoch vor wem? An diese Stelle richtet sich der Blick weg von Finanzinstrumenten und Fiskalakteuren auf Fragen sozialer Schließung und Zugehörigkeit. Externe Schocks, wie die "Krise" wirken als Impulse für die Schließung von Nationalstaaten.

Die Europäische Union ist seit vielen Jahren bemüht die Europäische Bürgerschaft zu stärken und nationale Zugehörigkeitsfragen im Bereich des Aufenthalts- und Asylrechts zu harmonisieren. Erstaunlicherweise reagieren viele Mitgliedsstaaten ihrerseits mit der Verschärfung der Zugangsbedingungen zur Staatsbürgerschaft. Es besteht somit ein negativer Zusammenhang zwischen Liberalisierungsbestrebungen der EU und Deliberalisierungsantworten der Nationalstaaten. Gemeinsam wollen wir untersuchen, wie Zugehörigkeit im Bereich des Staatsangehörigkeitsrechts gesellschaftlich konstruiert wird und was daraus zu folgern ist.

Im Zuge der Europäisierung konvergieren die Staatsbürgerschaftskonzepte der EU-Mitgliedsstaaten. In welcher Weise dies geschieht, wollen wir anhand der aktuellen Trends innerhalb der Europäischen Union analysieren und uns fragen, ob diese Trends tatsächlich "made in Europe" sind. Exemplarisch wollen wir dazu den deutschen Einbürgerungstest heranziehen und daran speziell die Dimensionen Geschlecht, Religion und Arbeit thematisieren. Wir werden untersuchen, wie viel und welches Wissen in solchen Tests steckt und welche damit korrespondierenden Fremdbilder erkennbar werden.

Dazu laden wir euch ein, am Mittwoch, den 09. November 2011 ab 17 Uhr gemeinsam mit M.A. Alexander Knoth vom Lehrstuhl für Geschlechterverhältnisse der Universität Potsdam zu diskutieren. Veranstaltungsort ist die GTZ Repräsentanz Berlin (Reichpietschufer 20).

Die Anzahl der Teilnehmenden ist wie üblich auf 12 Personen beschränkt. Interner Link zu: Bei Interesse an der Veranstaltung meldet Euch bitte mit Euren Fragen zum Thema bis zum 05. November 2011 an.Bei Interesse an der Veranstaltung meldet Euch bitte mit Euren Fragen zum Thema bis zum 05. November 2011 an.


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Ivo Schnipkoweit


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