Studienstiftung des deutschen Volkes Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
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Perspektiven internationaler Klimaschutzpolitik nach 2012

Dr. Karsten Sach, Bundesumweltministerium, Unterabteilungsleiter für Internationale Zusammenarbeit
Perspektiven internationaler Klimaschutzpolitik nach 2012 / Karsten Sach, Bundesumweltministerium, Unterabteilungsleiter für Internationale Zusammenarbeit | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


06.04.2005, 19:00 Uhr
GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


Abbildung: Perspektiven internationaler Klimaschutzpolitik nach 2012

Mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Russland im Jahr 2004 ging eine Zitterpartie internationaler Diplomatie zu Ende. Das Kyoto-Protokoll ist am 16. Februar 2005 in Kraft getreten. Damit liegen nun erstmals völkerrechtlich verbindliche Minderungsziele der Industrieländer für Treibhausgasemissionen auf dem Tisch. Da die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls bereits im Jahr 2012 endet, wird bereits heute über mittel- und langfristige Zielsetzungen und eine Weiterentwicklung der Kyoto-Architektur für die Zeit nach 2012 nachgedacht. Dies ist notwendig, denn der globale Klimawandel schreitet voran, wie unter anderem zunehmende Stürme, Überschwemmungen und Trockenperioden zeigen. Bei der letzten Vertragsstaatenkonferenz im Dezember 2004 in Buenos Aires verständigte sich die internationale Staatengemeinschaft darauf, ein „Seminar von Regierungsexperten“ in Bonn im Mai diesen Jahres durchzuführen mit dem Ziel zukünftige und bereits beschlossene Treibhausgasminderungs- und Anpassungsmaßnahmen zu diskutieren.

Die Bundesrepublik hat bereits im externer Link zu: Fortschrittsbericht 2004Fortschrittsbericht 2004 zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt, dass Deutschland zusagt, seine Treibhausgase um 40% bezogen auf 1990 bis zum Jahr 2020 zu reduzieren, wenn sich die EU-Staaten bereit erklären ihre Treibhausgase im gleichen Zeitraum um 30% zu mindern. Allerdings ist es zusätzlich zu den Aktivitäten der Europäer wichtig, auch die USA wieder stärker in den internationalen Klimaprozess zu integrieren sowie mit den größeren Entwicklungs- und Schwellenländer erste Minderungsverpflichtungen auszuhandeln.

Abbildung: Karsten Sach

Karsten Sach

Unter anderem folgende Fragen stehen im Vordergrund der Diskussionsrunde mit Interner Link zu: Dr. Karsten SachDr. Karsten Sach am 13. April 2005 im GTZ-Haus:

  • Wie können die großen Entwicklungs- und Schwellenländer nach der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls in den Folgeprozess integriert werden? Welche ersten Minderungsverpflichtungen können sie übernehmen?

  • Wie können die USA mittel- und langfristig wieder stärker in die internationalen Klimaverhandlungen einbezogen werden? Insbesondere Aktivitäten in einigen Bundesstaaten zeigen, dass es durchaus klimapolitische Anstrengungen auf subnationaler Ebene in den USA gibt.

  • Welche Möglichkeiten gibt es, die Emissionen aus dem Flug- und Schiffsverkehr zu berücksichtigen?

  • Welche ‚lessons learned’ kann man aus den letzten internationalen Verhandlungsrunden zusammenfassen und wie können diese für die weiteren Verhandlungen genutzt werden?

  • Welche Rolle spielen NGOs und der Privatsektor bei den internationalen Klimaverhandlungen?


Wir bitten wie immer um eine Anmeldung über unser Interner Link zu: Online-FormularOnline-Formular.

Foto: Stoyke, externer Link zu: www.yfoto.dewww.yfoto.de


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Astrid Harnisch und Sonja Riemer


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