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Stadtentwicklung als Herausforderung der Entwicklungszusammenarbeit

Prof. Peter Herrle, TU-Berlin, Professor und Leiter der Habitat-Unit, Berater entwicklungspolitischer Organisationen
Stadtentwicklung als Herausforderung der Entwicklungszusammenarbeit / Peter Herrle, TU-Berlin, Professor und Leiter der Habitat-Unit, Berater entwicklungspolitischer Organisationen | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


07.02.2006, 19:00 Uhr
GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


Abbildung: Herrle

Jeden Tag wächst die Bevölkerung in den Städten weltweit um 180 000 Menschen. Bis 2030 wird es zwei Milliarden neue Stadtbewohner geben, praktisch alle in Entwicklungsländern. Schon heute leben weltweit mehr als 30 Prozent der Stadtbevölkerung in Slums, in den am wenigsten entwickelten Ländern sind es sogar knapp 80 Prozent. Es entstehen ungeplante, meist illegale Siedlungen - Slums - mit prekären Lebensverhältnissen und ohne Grundversorgung. Fehlende Wasser- und Energieversorgung sowie mangelndes Verkehrs- und Umweltmanagement wirken sich drastisch auf die Lebensumstände der Bewohner aus. Es wird immer schwieriger, solche rapide wachsenden Megastädte zu regieren, die nötige städtische Infrastruktur bereitzustellen, die zunehmende Umweltzerstörung aufzuhalten oder Rechtlosigkeit und Kriminalität einzudämmen.

Wird angesichts dieser Lage das elfte Millennium Development Goal - die Verbesserung der Lebensumstände von 100 Mio. Slumbewohnern bis zum Jahr 2020 - eines der Ziele, die auf die nächsten zwanzig Jahre verschoben werden? Oder gelingt es, den Herausforderungen der Mega-Städte gerecht zu werden?

Stadt ist nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Entwicklungsaussichten eines Landes eine Chance, sofern das humane Potential der Bewohner der Vorstädte genutzt und die Probleme eingedämmt werden könnten. Ist mehr Selbstverwaltung, mehr Mitsprache für die Slum-Bewohner ein hilfreicher Schritt? Ist Legalisierung der Siedlungen und die Anziehung der Investoren die Lösung? Mehr „good governance“, weniger Korruption? Wie kann Stadtpolitik dazu beitragen, extreme Armut zu bekämpfen und den Zugang zu sicherem Trinkwasser und Sanitärversorgung zu sichern? Welche Rolle spielt die Förderung ländlicher Entwicklung, um der Explosion der Städte entgegenzuwirken? Welche Einflussmöglichkeiten haben die Akteure der Internationalen Zusammenarbeit? Welche Strategien der bi- und multilateralen Programme werden der Komplexität der städtischen Probleme gerecht? Welche Erfolgsmodelle gibt es?

Über diese und andere Fragen sowie über die komplexe Aufgabe der Stadtentwicklung im Rahmen der IZ wollen wir mit Interner Link zu: Prof. Peter HerrleProf. Peter Herrle, Berater entwicklungspolitscher Organisationen in Stadtentwicklungsprojekten sowie Leiter der externer Link zu: Habitat-UnitHabitat-Unit und Professor an der TU Berlin, diskutieren und einen Einblick in seine praktischen Erfahrungen gewinnen.

Wie immer bitten wir Euch um Interner Link zu: AnmeldungAnmeldung.

Das Gespräch beginnt um 19 Uhr. Wir möchten aber schon ab 18.30 zu einem informellen Austausch mit Dia-Präsentation, Informationen zum Thema und verschiedenen Projekten und – natürlich – Saft und Brezeln einladen.


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Malgorzata Steiner und Christina Liesegang


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