Studienstiftung des deutschen Volkes Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung [Logo]

Die G20-Entwicklungsagenda – ein neuer Ansatz in der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik?

Dr. Ralf Retter, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Referent G8/G20 im BMZ
Die G20-Entwicklungsagenda – ein neuer Ansatz in der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik? / Ralf Retter, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Referent G8/G20 im BMZ | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


28.04.2011, 18:00 Uhr
GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


Auf dem G20-Gipfel in Seoul 2010 einigten sich die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer auf eine globale Entwicklungsstrategie, die ein breitenwirksames Wirtschaftswachstum in den Mittelpunkt der Bemühungen bei der Armutsbekämpfung stellt. Damit wurde Entwicklungspolitik als eigenständiges Thema fest im G20-Prozess verankert. Der „Seoul Consensus for Shared Growth“ und der dazu gehörige „Multi-Year Action Plan“ enthalten gemeinsame Entwicklungsprinzipien und konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Least Developed Countries (LDCs). Beispielsweise sollen die Infrastruktur- und Privatinvestitionen in diesen Ländern gefördert und die Preisschwankungen auf den Nahrungsmittelmärkten reduziert werden. Der Aktionsplan bietet durch die Abdeckung eines breiten Themenspektrums die Möglichkeit, auch im G20-Kreis auf die Bedeutung einer sinnvollen Verknüpfung der einzelnen Politikbereiche wie etwa Privatinvestitionen, Infrastruktur, Nahrungsmittelsicherheit und soziale Sicherung hinzuweisen und die Politikkohärenz im Bereich der Entwicklungspolitik zu fördern. Im Rahmen der DWG besteht weiterhin die große Chance, die Erfahrungen von traditionellen Gebern und aufstrebenden Volkswirtschaften zu bündeln und gemeinsam Rahmenbedingungen zur Förderung eines nachhaltigen inklusiven und ausbalancierten Wirtschaftswachstums in den Entwicklungsländern zu verbessern. Für das Jahr 2011 ist es ein Ziel der G20, unter Vermeidung von Dopplungen bestehender Initiativen und Strukturen die Entwicklungsagenda umzusetzen und mit Leben zu füllen. Dafür haben die G20-Staaten wie im letzten Jahr Moderatorenrollen für einzelne im Aktionsplan enthaltene Entwicklungssäulen („pillars“) übernommen. Deutschland ist dabei zusammen mit Saudi-Arabien „Facilitator“ für das Thema „Private Investment and Job Creation“.

Ist mit der G20 das Ende des Nord-Süd-Paradigmas zugunsten einer gleichberechtigten Verantwortungsgemeinschaft und einem gemeinsamen Verständnis von Entwicklung verbunden? Welche Auswirkungen hat das Erstarken der Schwellenländer auf die globale Entwicklungspolitik? Welchen Entwicklungsansatz verfolgt der „Seoul Multi-Year Action Plan“ und wie werden sich G8, G20 und UN in Zukunft ergänzen und abgrenzen? Diese und weitere Fragen wollen wir mit euch und unserem Gast Dr. Ralf Retter diskutieren. Er ist als Referent für den G8- und G20-Prozess im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tätig.

Ihr seid zu dieser Veranstaltung, am Donnerstag 28.April um 18 Uhr in der GIZ Repräsentanz Berlin (Reichpietschufer 20), herzlich eingeladen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist wie üblich auf 12 Personen beschränkt. Bei Interesse an der Veranstaltung meldet Euch bitte bis zum Freitag, 22. April 2011 an.



SchriftgrößeSchrift vergrößern Schrift verkleinern

DruckversionDruckversion | Seitenanfang


(c) 2002-2017 stoyke.com