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Zwischen Interessen, Diplomatie und Altruismus: Die Rolle des AA in der deutschen EZ - Erfahrungen aus Afrika

Karin Stoll, Auswärtiges Amt, Stellvertretende Leiterin des Referats Entwicklungspolitik
Zwischen Interessen, Diplomatie und Altruismus: Die Rolle des AA in der deutschen EZ - Erfahrungen aus Afrika / Karin Stoll, Auswärtiges Amt, Stellvertretende Leiterin des Referats Entwicklungspolitik | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


22.11.2006, 18:00 Uhr
"Taubenschlag", Studienstiftung des deutschen Volkes, Jägerstraße 22/23, Nähe Gendarmenmarkt, Berlin


Die Notwendigkeit einer engen Verzahnung zwischen den Bereichen Entwicklungs-, Außen-, Sicherheits- und Handelspolitik ist eine in der Theorie viel beschworene Entwicklung der internationalen Beziehungen. Entwicklungszusammenarbeit ist nur dann nachhaltig, wenn sie nicht gleichzeitig von aggressiver Handelspolitik konterkariert wird oder die Entwicklung nicht durch eine instabile Sicherheitslage im jeweiligen Land gefährdet ist. In manchen Bereichen arbeitet das Auswärtige Amt (AA) eng zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und anderen Trägern der deutschen EZ. Beispielsweise haben die meisten Botschaften in Entwicklungsländern einen Koordinatoren für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Trotzdem stoßen bei der Koordinierung zwischen „Entwicklungshelfern“ und „Diplomaten“ auch unterschiedliche Ministerien, Interessen und teilweise auch Grundverständnisse internationaler Zusammenarbeit aufeinander. Daher möchten wir im Gespräch mit Interner Link zu: Frau Karin StollFrau Karin Stoll, stellvertretende Leiterin des Referats Entwicklungspolitik in der Wirtschaftsabteilung des Auswärtigen Amtes, der Frage nachgehen, wie die Zusammenarbeit zwischen Auswärtigen Amt und den Einrichtungen der deutschen und internationalen EZ funktioniert - und wo sie vielleicht verbesserungsfähig ist.

Welche Rolle spielen die deutschen Vertretungen im Ausland in der Koordinierung der deutschen Akteure der EZ? Inwiefern steht diese Rolle im Gegensatz zur im Vergleich zum BMZ vergleichsweise sehr dünnen finanziellen und konzeptionellen Ausstattung des AA im Bereich der klassischen EZ? Wie funktioniert der für eine sinnvolle und nachhaltige Arbeit notwendige Informations- und Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Institutionen in den Ländern, seien es Botschaften, Stiftungen, GTZ, oder andere Durchführungsorganisationen? Welche Herausforderungen stellt die katastrophale Situation (Bürgerkriege, schwache Staaten, etc) insbesondere in Afrika für die Arbeit der Botschaften und der Prioritätensetzung deutscher Interessen? Wie verträgt sich in der diplomatischen Praxis die Forderung nach Good-Governance mit dem Wunsch nach Flexibilität und Stabilität in bilateralen Beziehungen? Inwiefern können das AA und die Botschaften in Krisengebieten zwischen militärischem Denken und Entwicklungszusammenarbeit „vermitteln“?

Diese und andere Fragen möchten wir in unserem Gespräch mit Frau Stoll diskutieren. Da Frau Stoll längere Zeit in Afrika beschäftigt war, möchten wir f.ize-üblich vor allem von ihren praktischen Erfahrungen profitieren und die Fragen regional auf Afrika fokussieren.

Wenn Ihr Interesse an der Veranstaltung habt, dann meldet Euch bitte bis zum 12.11.2006 wie immer unter Interner Link zu: www.fize.dewww.fize.de an.


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
David Koschel und Matthias Keese


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