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Entwicklung durch Handel – Handel durch Entwicklung?

Tobias Reichert, Germanwatch e.V., Referent für Welthandel und Ernährung
Entwicklung durch Handel – Handel durch Entwicklung? / Tobias Reichert, Germanwatch e.V., Referent für Welthandel und Ernährung | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


07.12.2011, 18:00 Uhr
GIZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


Ansätze für nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklungsstrategien im Schatten existierender Handelshemmnisse

Wir alle besitzen Produkte „Made in China“. Aber haben wir jemals Produkte mit dem Herkunftssiegel Sambia oder Senegal gekauft? Vermutlich eher selten, und wenn, dann doch meistens in einem Dritte-Welt-Laden.

Die am wenigsten entwickelten Staaten („Least Developed Countries“, LDC) in Sub-Sahara Afrika haben einen verschwindend geringen Anteil am Welthandel. Die Wirtschaft dieser Länder ist meist wenig diversifiziert und so machen Primärgüter wie Agrarprodukte oder natürliche Ressourcen den Großteil der Wirtschaftsleistung aus. Für eine effektive, nachhaltige Armutsbekämpfung und wirtschaftliche Entwicklung sind Wachstum und Beschäftigung im ländlichen Raum daher von zentraler Bedeutung. So hat auch die Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Integration dieser Länder in internationale Wertschöpfungsketten bei Produkten wie Obst, Gemüse oder Schnittblumen gelegt. Darüber hinaus kam es zu einer verstärkten Privatsektorbeteiligung, meist in Form von Public-Private-Partnerships.

Welche Aussichten bieten diese landwirtschaftlichen Entwicklungsstrategien und wie kann eine vernünftige Balance zwischen staatlichen Subventionen und privaten Investitionen in den LDCs Sub-Sahara Afrikas aussehen? Zur Beantwortung dieser Fragen möchten wir auch die Rolle des internationalen Handels beleuchten und herausfinden, ob durch Süd-Süd-Kooperationen oder regionale Wirtschaftsregime bestehenden Handelshemmnissen entgegengewirkt werden kann. Können diese Formen regionaler Integration Kleinproduzenten dabei unterstützen, ihre Interessen gegenüber meist internationalen Großunternehmen durchzusetzen? Und welche Chancen und Risiken ergeben sich durch die erhöhten Weltmarktpreise für agrarische Rohstoffe?

Ihr habt die Gelegenheit diese und andere Fragen intensiv und auf Augenhöhe mit Tobias Reichert, Handelsreferent bei Germanwatch e.V., zu diskutieren und zu reflektieren.

Zu dieser Veranstaltung seid Ihr am Mittwoch, den 7. Dezember um 18 Uhr in der GIZ Repräsentanz Berlin (Reichpietschufer 20) herzlich eingeladen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist wie üblich auf 12 Personen beschränkt. Bei Interesse an der Veranstaltung meldet Euch bitte bis zum 4. Dezember 2011 an, und schreibt uns eine oder mehrere Fragen, die Ihr gerne an dem Abend diskutieren würdet.



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