Studienstiftung des deutschen Volkes Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
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Die Entwicklungszusammenarbeit: Ein Auslaufmodell?! Von der Entwicklungszusammenarbeit zur Internationalen Zusammenarbeit

Franziska Donner, GTZ, Leiterin des Berliner Büros
Die Entwicklungszusammenarbeit: Ein Auslaufmodell?! Von der Entwicklungszusammenarbeit zur Internationalen Zusammenarbeit / Franziska Donner, GTZ, Leiterin des Berliner Büros | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


15.10.2007, 19:00 Uhr
GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20


Abbildung: GTZ-Haus Berlin

GTZ-Haus Berlin

Die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der letzten 15 Jahre haben das klassische Bild der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ins Wanken gebracht. Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Sicherheitspolitik und wirtschaftliche Globalisierung erforderten ein Umdenken der internationalen Staatengemeinschaft. Auch die deutsche EZ hat seit den 90er Jahren einen Strategiewechsel vollzogen. Programmorientierung und die Konzentration auf Schwerpunktländer und Schwerpunktthemen sind zwei von zahlreichen Umstrukturierungsmaßnahmen beim BMZ.

Beschränkte sich noch vor wenigen Jahren die Zusammenarbeit mit Regionen wie Afrika vor allem auf Entwicklungspolitik, werden nun auch außenpolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärkt in den Blick genommen. So entstehen neue Modelle internationaler Zusammenarbeit (IZ), in denen Organisationen der Entwicklungspolitik nur noch einige unter vielen Akteuren ist.

Mit internationalen Dokumenten wie der Millenniumsdeklaration und der Paris-Deklaration versuchte man die EZ im Zentrum der IZ zu verankern und so aus der Krise zu führen. In den MDGs verpflichteten sich die Vereinten Nationen nicht nur zur Erhöhung der Entwicklungshilfe, sondern auch dazu, diese am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung auszurichten und effektiver einzusetzen. Die Paris-Deklaration erneuerte 2005 dieses Versprechen. Armutsbekämpfung, Nachhaltigkeit, Partnerorientierung und Geberkoordinierung sind die Schlagwörter dieses Paradigmenwechsels.

Die GTZ hat in der deutschen EZ beim Umsetzen der strukturellen Veränderungen eine Vorreiterrolle inne. Immer mehr ist die GTZ in der Politikberatung und immer weniger in der Durchführung von Projekten tätig. Die Entsendung von Fachkräften wird auf ein Minimum begrenzt. Eine Fusion der zahlreichen Durchführungsorganisationen deutscher EZ ist bereits seit einigen Jahren in der Diskussion.

Interner Link zu: Frau Franziska DonnerFrau Franziska Donner, Leiterin des Berliner GTZ-Büros, ist seit über 20 Jahren in der deutschen EZ tätig. Mit ihr wollen wir darüber diskutieren, wie sich die Entwicklungen der letzten Jahre auf die EZ allgemein und die GTZ im Besonderen ausgewirkt haben. Welche Erfahrungen machte die GTZ bei der Umstellung auf Partnerorientierung und Geberkoordinierung? Was hat sich wirklich geändert? Wird das BMZ bald dem Außenministerium eingegliedert, oder doch eher dem Wirtschaftsministerium?

Wie positioniert sich die GTZ als Akteur der EZ und gegenüber neuen Gebern wie China? Welches sind die Themen der Zukunft?

Diesen und weiteren Fragen wollen wir in der Veranstaltung nachgehen. Um eine Interner Link zu: AnmeldungAnmeldung bitten wir bis zum 08. Oktober 2007.


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Joanna Münker und Sebastian John


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