Studienstiftung des deutschen Volkes Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung [Logo]

Internationale Zusammenarbeit unter der Lupe: Erfahrungen aus dem neuen Evaluationsinstitut DEval

Prof. Dr. Helmut Asche, DEval, Institutsleiter
Internationale Zusammenarbeit unter der Lupe: Erfahrungen aus dem neuen Evaluationsinstitut DEval / Helmut Asche, DEval, Institutsleiter | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


12.03.2014, 18:00 Uhr
GIZ Repräsentanz, Reichpietschufer 20


Die Ausgaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit betrugen letztes Jahr über sechs Milliarden Euro. Laut Bundesregierung ist das Ziel der Entwicklungspolitik die­ „nachhaltige Bekämpfung von Armut und Strukturdefiziten im Sinne der Milleniumserklärung der Vereinten Nationen.” Doch wie können und werden die Erfolge und Ergebnisse der­ milliardenschweren Entwicklungsprojekte überhaupt bewertet? Bis vor kurzem wurde dieses intern getan: Mitarbeiter der Entwicklungszusammenarbeit haben Evaluierungen weitgehend selbst durchgeführt.

Das hat sich vor knapp anderthalb Jahren mit der Eröffnung des Deutschen Evaluierungsinstituts für Entwicklungszusammenarbeit (DEVal) verändert. Ziel des vom BMZ-initiierten Institutes ist es, zu evaluieren, inwiefern staatlich geförderte Entwicklungsprojekte ihre Ziele erreicht haben und ob sie als erfolgreich gelten können. Mit einem jährlichen Budget von über 5 Millionen Euro und ca. 40 Mitarbeitern soll das Institut jedes Jahr rund 20 Evaluierungsberichte zu bilateralen Entwicklungsprojekten vorlegen – und das unabhängig. So wird derzeit zum Beispiel die deutsch-ruandische Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich beurteilt, um Lernerfahrungen aus 30 Jahren Kooperation zu identifizieren und gewonnene Erkenntnisse in weiteren Projekten anzuwenden. Andere Themenschwerpunkte des Evaluierungsprogrammes 2013–2015 umfassen u.a. Aid for Trade, Projekte der Privatwirtschaftsförderung und Dezentralisierungsprogramme im subsaharischen Afrika.

Doch wie funktionieren solche Evaluationen in der Praxis? Wie wird zum Beispiel gemessen, ob Entwicklungsprojekte der Bevölkerung im Partnerland tatsächlich geholfen haben und die Zusammenarbeit wirklich etwas “bewirkt“ hat? Wie werden Entwicklungsprogramme bei wenig verfügbaren Daten evaluiert, besonders wenn diese Projekte über Jahre laufen? Wie sieht der Alltag des Evaluierungsinstituts aus und welche ersten Erfahrungen und Eindrücke wurden bisher gesammelt?

Diesen und weiteren Fragen möchten wir nachgehen und freuen uns sehr, dass wir Herrn Professor Dr. Asche, Institutsleiter von DEVal, für die Diskussionsrunde gewinnen konnten. Helmut Asche hat zwischen 1985 – 2006 für die GTZ (heute: GIZ) gearbeitet, u.a. als Regierungsberater in Burkina Faso, Ruanda und Kenia sowie als Leiter für den Bereich Afrika südlich der Sahara in der GTZ/GIZ-Zentrale Eschborn. Seit 2005 war er sowohl am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) tätig als auch Universitätsprofessor in Leipzig und Honorarprofessor am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Er ist seit 2012 der erste Leiter des Deutschen Evaluierungsinstituts für Entwicklungszusammenarbeit (DEVal).

In einem Kreis von maximal 15 Teilnehmenden bietet f.ize den Rahmen für einen intensiven Austausch über die Perspektiven, Chancen und Herausforderungen des neuen Evaluierungsinstituts für deutsche Entwicklungszusammenarbeit.

Zur Teilnahme an der Veranstaltung meldet Euch bitte mit zwei konkreten Fragen bis zum 6. März auf der f.ize Website an.



SchriftgrößeSchrift vergrößern Schrift verkleinern

DruckversionDruckversion | Seitenanfang


(c) 2002-2017 stoyke.com