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Bildung als Menschenrecht - Lobbyarbeit in Deutschland

Jörn Kalinski, Oxfam e.V, Referent für Kommunikation, Lobby- und Pressearbeit von Oxfam Deutschland e.V.
Bildung als Menschenrecht - Lobbyarbeit in Deutschland / Jörn Kalinski, Oxfam e.V, Referent für Kommunikation, Lobby- und Pressearbeit von Oxfam Deutschland e.V. | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


17.04.2007, 19:00 Uhr
Taubenschlag, Studienstiftung des deutschen Volkes, Jägerstr. 22/23 (Nähe Gendarmenmarkt)


Abbildung: UNESCO Education for All

Die externer Link zu: Global Campaign for Education (GCE)Global Campaign for Education (GCE) wurde 1999 von Action Aid, OXFAM, Education International und dem Global March Against Child Labour gegründet, um Bildung als Menschenrecht durchzusetzen. Die GCE mobilisiert öffentlichen Druck auf Regierungen in Industrie- und Entwicklungsländern sowie auf die internationale Gemeinschaft, damit sie Sorge dafür tragen, dass die externer Link zu: Education For All (EFA)-ZieleEducation For All (EFA)-Ziele bis 2015 umgesetzt werden. Gleichzeitig behandelt die GCE Bildung als Querschnittsthema und hebt deren Rolle bei der nachhaltigen Bekämpfung von HIV/ Aids, Armut und Kinderarbeit sowie bei der Gleichstellung von Mädchen und Frauen hervor. Seit dem Weltbildungsforum in Dakar 2000 konnte die GCE ihre Rolle als Dachorganisation für NGOs und andere Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen ausbauen. Sie trug erheblich dazu bei, dass Grundbildung in der öffentlichen Wahrnehmung heute einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

Die GCE kritisiert unter anderem die schleppende Zahlung von ODA für soziale Sektoren und fordert höhere ODA-Mittel für den Bildungssektor. Weder die Industrie- noch die Entwicklungsländer stellen genügend finanzielle Mittel bereit, um das Ziel universaler Grundbildung, wie in den MDG festgeschrieben, bis 2015 zu erreichen. Allerdings gilt Entwicklung im sozialen Bereich als komplexer und langwieriger Prozess, der nicht nur Finanzierung, sondern grundlegende strukturelle Reformen und Kapazitätenausbau erfordert. Wie flankiert also die GCE ihre Forderungen nach mehr ODA für den Bildungsbereich? Wie sieht hier die Lobbyarbeit der deutschen Bildungskampagne aus?

Seit 2002 koordiniert die internationale Kampagne jährlich die Global Action Week (externer Link zu: Globale AktionswocheGlobale Aktionswoche in Deutschland), deren Schwerpunkt die Sicherstellung des Zugangs zu Schulbildung vor allem für Kinder im Grundschulalter und die Garantie von qualitativer Bildung ist. Der Fokus der Aktionswoche liegt auf universaler Grundschulbildung, obwohl längst klar ist, dass ein wichtiger Grund für die hohen Schul-Abbrecherraten die fehlende Perspektive auf Sekundarschulbildung ist. Welche Position vertritt hier die GCE?

Ein wichtiges Thema bei der Finanzierung von Bildung sind die Geberinstrumente. Um den Bildungssektor eines Landes ganzheitlich zu entwickeln, sollte die Ownership und die finanzielle Flexibilität eines Landes gefördert werden. Welche Forderungen trägt in diesem Zusammenhand die GCE an die Geber?

Im Januar wird Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft, den G8-Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz der externer Link zu: EFA Fast-Track-InitiativeEFA Fast-Track-Initiative übernehmen. Welche Vorschläge und Forderungen unterbreitet die deutsche Bildungskampagne der Bundesregierung, um EFA-FTI auf weitere Entwicklungsländer auszuweiten?

Die EFA-FTI ist eng mit der Umsetzung der MDGs verbunden. Ursprünglich sollten nur Länder von der Initiative profitieren, die auch ein überzeugendes PRSP vorlegen. Im September 2005 wurde außerdem in New York beschlossen, dass jedes Land bis 2006 einen nationalen Umsetzungsplan für die Erreichung der MDGs erarbeiten soll. Was bedeutet das konkret für die Förderung universaler Grundschulbildung?

Diese und andere Fragen zur Kooperation in einer internationalen Kampagne, zur deutschen Lobbyarbeit und zur Wirksamkeit der Aktionswochen möchten wir mit Jörn Kalinski erörtern.


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Malgorzata Steiner, Caroline Schmidt und Tabea Goldboom


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