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Afrika seit der Unabhängigkeit: Herausforderungen und Potenziale aus entwicklungsökonomischer Perspektive

Dr. Fekadu Bekele
Afrika seit der Unabhängigkeit: Herausforderungen und Potenziale aus entwicklungsökonomischer Perspektive / Dr. Fekadu Bekele | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


12.06.2014, 18:00 Uhr
GIZ Repräsentanz, Reichpietschufer 20, 10785 Berlin


Afrika seit der Unabhängigkeit: Herausforderungen und Potenziale aus entwicklungsökonomischer Perspektive

Seit der Unabhängigkeit und dem damit verbundenen Bemühen um „Entwicklung“ ist der afrikanische Kontinent mit einer Vielzahl an unterschiedlichen entwicklungsökonomischen Paradigmen der institutionalisierten Entwicklungszusammenarbeit konfrontiert wurden: Zunächst wurde ab den 50er Jahren die Modernisierungstheorie/-politik als Ausweg aus Armut und "Unterentwicklung" propagiert. Zugleich ermöglichte die steigende Nachfrage nach Rohstoffen vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara, die sogenannte Import-Substituierungs-Industrialisierung zu betreiben. Jedoch konnte dieser Weg der Modernisierungspolitik nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Aufgrund der begrenzten Dynamik struktureller Industrialisierung verfestigten sich nachhaltig Disparitäten, im Besonderen zwischen ländlichen Gebieten und den urbanen Räumen.

Als Ausweg aus diesem Dilemma wurden afrikanische Regierungen angehalten, beraten vom IWF und der Weltbank, die sogenannten Strukturanpassungsprogramme (SAP) einzuführen. Jedoch konnte die marktwirtschaftlichen Maßnahmen sich nicht, wie erhofft, durchsetzen. Statt struktureller Verbesserungen sind weitreichende strukturelle Deformationen als Konsequenz zu erkennen. Nach 60 Jahren dieser modernisierungstheoretisch inspirierten Entwicklungspolitik sind viele afrikanische Wirtschaftssysteme immer noch unzureichend differenziert und vom Export einzelner Rohstoffe abhängig. Dem gegenüber mehren sich aktuell Diskurse eines Afrikas „on the rise“ – doch wie lassen sich diese differenziert vor dem Hintergrund weltwirtschaftlicher Dynamiken verstehen, und inwiefern zeigen sich hier Tendenzen einer nachhaltigen Entwicklung? Diesen Fragen nach den aktuellen Herausforderungen in Sub-Sahara-Afrika und den historischen Ursprüngen soll in dem Gespräch mit Dr. Fekadu Bekele nachgegangen werden.

Dr. Fekadu Bekele ist Volkswirt und Entwicklungsökonom und kommt aus Äthiopien. Er studierte an der FU Berlin Volkswirtschaftslehre, und promovierte in der Entwicklungsökonomie über die Probleme der nicht-kapitalistischen Entwicklung in Äthiopien. Bekele war Lehrbeauftragter an der FU, an der Fachhochschule für Wirtschaft und an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft. Er lehrte Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Weltmarkt und Währung, und Entwicklungstheorie/-politik. Er publizierte zahlreiche Artikel auf Amharisch, Englisch, sowie auf Deutsch und beteiligte sich in den vergangenen Jahren an zahlreichen entwicklungspolitischen Diskussionen und Debatten.

In einem Kreis von maximal 15 Teilnehmenden bietet f.ize den Rahmen für einen intensiven Austausch über die historischen Kontinuitäten und aktuellen Herausforderungen entwicklungsökonomischer Perspektiven auf den afrikanischen Kontinent. Zur Teilnahme an der Veranstaltung meldet Euch bitte mit zwei konkreten Fragen bis zum 8. Juni auf der f.ize Website an.

Wann: 12.06, 18.00

Wo: GIZ Repräsentanz, Reichpietschufer 20, 10785 Berlin



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