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China als „aufstrebender Geber“– Andere und bessere Entwicklungshilfe in Afrika?

Mikko Huotari, Chinamerics, Leiter des Programms Internationale Beziehungen, und Sabine Mokry, Chinamerics, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
China als „aufstrebender Geber“– Andere und bessere Entwicklungshilfe in Afrika? / Mikko Huotari, Chinamerics, Leiter des Programms Internationale Beziehungen/Sabine Mokry, Chinamerics, Wissenschaftliche Mitarbeiterin | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung


06.07.2016, 19:00 Uhr
Taubenschlag der Studienstiftung, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin


Abbildung: Photo: Aid Data Center for Global Development

Photo: Aid Data Center for Global Development



China ist zu einem der wichtigsten Akteure der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika geworden: China engagiert sich sowohl wirtschaftlich, politisch, sowie im sozialen Bereich. Dabei leistet China wichtige Beiträge zum Aufbau der Infrastruktur, zur Erschließung bisher ungenutzter Ressourcen und zur stärkeren Integration afrikanischer Volkswirtschaften in globale Wertschöpfungsketten.

Westliche Industrienationen beobachten diese Entwicklungen eher skeptisch: Es wird der Einfluss Chinas auf Afrika hinsichtlich Menschenrechte und Demokratie diskutiert. China unterstütze diktatorische Regimes und untergrabe damit nicht nur zivilgesellschaftliche Bemühungen zur Wahrung der Menschenrechte, sondern auch den Einfluss westlicher Industrienationen auf politische Reformprozesse in Afrika. Auf der anderen Seite ergeben sich keine Belege dafür, dass China vermehrt mit autoritär regierten Regimen als mit demokratischen Regierungen zusammenarbeitet. Zudem mag die Kritik vieler etablierter Geber darauf zurückzuführen sein, dass Chinas Engagement nicht der traditionellen europäischen Entwicklungspolitik entspricht.

In Afrika wird zum einen die kritische Meinung der westlichen Medien geteilt, zum anderen wird begrüßt, dass China afrikanischen Staaten nicht, wie traditionelle Geberländer, ihre Souveränität streitig macht. Chinas Engagement kann somit sowohl als Chance als auch als Gefahr für afrikanische Länder wahrgenommen werden, die einerseits wirtschaftliches Wachstum und Unabhängigkeit von westlichen Gebern suchen, andererseits aber die Ausbeutung durch chinesische Unternehmen und deren Einfluss auf die einheimischen Märkte und die Umwelt fürchten.

Mit externer Link zu:  Mikko  Huotari Mikko Huotari und externer Link zu:  Sabine  Mokry Sabine Mokry von externer Link zu:  Chinamerics Chinamerics (Mercator Institute for China Studies) möchten wir über die Bedeutung Chinas für die internationale Entwicklungszusammenarbeit diskutieren. Was charakterisiert Chinas Entwicklungszusammenarbeit? Welche Akteure sind in China an der Vergabe von Entwicklungshilfe und -krediten beteiligt, was sind ihre Motivationen? Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Praktiken etablierter Geber? Was sind die Implikationen für die Zusammenarbeit zwischen chinesischen und etablierten Geberländern?


Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Alexander Maywurm und Carina Heeke


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